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Die heutige Unterzeichnung des Verbundmodells SIP, durch den die im spanischen Mittelmeerbogen führende und zugleich als Referent angesehene Sparkassengruppe ins Leben gerufen wird, konnte nun nach der gestrigen Verabschiedung des betreffenden Dokuments durch die Aufsichtsräte der vier beteiligten Sparkassen erfolgen.
Zustimmung der spanischen Zentralbank und Unterstützung durch den spanischen
Bankenrestrukturierungsfond (FROB)
Die Aufsichtsräte der vier Sparkassen trafen gestern zur Vertragsunterzeichnung zusammen, nachdem am Dienstag der geschäftsführende Vorstand der spanischen Notenbank seine Zustimmung für die Integration zum Verbundmodell SIP, das von den Sparkassen Caja Murcia, Caixa Penedès, Sa Nostra und Caja Granada vorgestellt wurde, verkündet hatte. Wie aus der Resolution der spanischen Notenbank hervorgeht, “erfüllt”, das von den vier Sparkassen präsentierte Integrationsprojekt „die bei diese Art von Projekten erforderlichen Kriterien wirtschaftlicher Solidität und Rationalität”. Nach Zustimmung durch den geschäftsführenden Vorstand der spanischen Notenbank, erfolgte die Prüfung und Genehmigung des Integrationsprojekts durch die Leitende Kommission des spanischen Bankenrestrukturierungsfonds (FROB), denn, wie bereits angekündigt, sieht das Projekt die Zeichnung von in Kapitalpapieren umwandelbaren Vorzugsanteilen im Wert von 915 Millionen Euro durch den FROB, zur Stärkung der eigenen Ressourcen, vor.
Die Transaktionsbedingungen wurden durch die spanische Zentralbank an die Europäische Kommission sowie an das spanische Ministerium für Wirtschaft und Finanzwesen, in Anlehnung an die Bestimmungen des Artikels 9.2 der Gesetzesverordnung 9/2009, vom 26. Juni über die Restrukturierung von Geldinstituten und die Stärkung von Eigenmitteln der Kreditinstitute, zur Kenntnisnahme weitergeleitet.
Mit der Unterzeichnung des Integrationsvertrags ist es den vier Sparkassen geglückt, das am vergangenen 2. Juni, mit der Genehmigung des Protokolls zur Gründung des Verbundmodells SIP durch die Verwaltungsräte von CajaGRANADA, Caja Murcia, Caixa Penedés und Sa Nostra, in die Wege geleitete Integrationsprojekt, das anschließend am 7. Juni von den Präsidenten der vier Sparkassen besiegelt wurde, zeitplanmäßig umzusetzen.
Die viertgrößte Sparkassengruppe Spaniens nach Eigenkapitalvolumen
Diese neue Finanzgruppe, die etwas mehr als vier Millionen Kunden zählt, stellt mit einem „Core Capital“ von 3.855 Millionen Euro das viertgrößte Bankenkonsortium Spaniens dar. Außerdem verfügt das neue Kreditinstitut über ein Geschäftsvolumen von mehr als 103.433 Millionen Euro und nimmt damit in diesem Bereich den fünften Platz in der spanischen Finanzlandschaft ein. Auch was den zugewiesenen Gewinn anbelangt, der sich auf 228 Millionen Euro beläuft, gehört die Mittelmeerbank zum fünftgrößten Geldinstitut auf diesem Gebiet. Hinsichtlich seiner Aktiva in Höhe von 73.055 Millionen Euro, platziert sich das Konsortium an sechster Stelle, und was das Filialennetzwerk mit 1.703 Niederlassungen angeht, steht die Mare Nostrum auf Rang vier im Bankensektor.
Wie aus dem Vertrag hervorgeht, wird sich die neue Sparkassengruppe auf ein wirksames Verwaltungsmodell stützen, das die Chancen, die auf dem Finanzmarkt gegeben sind, weitestgehend nutzen soll. Die entstandene SIP liegt einem Verbundmodell der Sparkassen zugrunde, die auf ihren jeweiligen regionalen Finanzmärkten marktführend sind. Eine besondere Wertlegung wird dabei auf die Bewahrung der Identität jeder einzelnen der vier Sparkassen, ebenso wie auf die juristische Eigenständigkeit, das Markenzeichen, die Gebietstreue, das Kleinhandelgeschäft, die regionalen Führungsorgane sowie auf das Soziale Werk der einzelnen Sparkassen gelegt. Im Vertrag wird deutlich gemacht, dass „angesichts der Bedeutung des sozialen und kulturellen Engagements sowie der Bedeutung des Sozialen Werks der Sparkassen für die einzelnen Geschäftsgebiete, genießen die Geldinstitute weiterhin ihre Eigenständigkeit in der Verwaltung ihrer jeweiligen Sozial- & und Kulturwerke.”
In entscheidenden Geschäfts- und Verwaltungsbereichen, hingegen, wird auf ein homogenes Auftreten bzw. Handeln gesetzt, das die Zentralgesellschaft, die unter dem neuen Firmennamen Banco Mare Nostrum (Mittelmeerbank) operieren wird, fördern soll.
Die strategische Projektion der neuen Sparkassengruppe
Den Arbeitshypothesen zufolge wird die gemeinsame Strategie dieser Allianz innerhalb von fünf Jahren die globalen Ergebnisse um mehr als 30% steigern und mehr als 600 Millionen Euro erreichen. Ersten Schätzungen nach sollen die Aktiva mehr als 10% wachsen und rund 82.000 Millionen Euro erreichen. Auch, die ROF-Effizienz würde im Jahr 2015 eine Rate von 43% erzielen, während der Kernkapitalkoeffizient im gleichen Jahr mehr als 8% verzeichnen würde.
Hervorzuheben ist, dass die vier Geldinstitute sich zu einer gegenseitigen Solvenz- und Liquiditätsgarantie verpflichten, und somit die Bindung eingehen, sich mit 100% ihres jeweiligen Eigenkapitals gegenseitig zu unterstützen.
Der Verwaltungsrat der Sparkassengruppe, in dem die vier Finanzinstitute vertreten sind, wird sich aus 16 Mitgliedern zusammensetzen: fünf Vertreter der CAJAMURCIA; vier Vertreter der Caixa Penedès; drei Vertreter der CajaGRANADA; zwei Vertreter der Sa Nostra und zwei unabhängige Vertreter, die aus dem Kreis prestigevoller Fachleute des Finanzsektors” gewählt werden, wie im unterzeichneten Abkommen verankert wurde. Vorsitzender des Verwaltungsrates wird Herr Carlos Egea, Präsident der CAJAMURCIA; als stellvertretenden Vorsitzenden wird Herr Ricard Pagés, Generaldirektor der Caixa Penedès ernannt, und, als Sekretär, Herr Antonio Jara, Präsident von CajaGRANADA. Der Präsident von Sa Nostra, Herr Fernando Alzamora, übernimmt den Vorsitz des Rechnungsprüfungsausschusses.
Die Generalversammlung der Aktionäre setzt sich aus den vier Sparkassen zusammen, in der Eigenschaft als Aktionäre der Zentralgesellschaft, die ihre politischen Rechte als Teilhaber am Gesellschaftskapitals geltend machen können. Um einen geregelten Ablauf der Generalversammlung zu sichern, gilt bei schwerwiegenderen Beschlussfassungen die Abstimmung nach qualifizierter Mehrheit, wofür 91% der Stimmen erforderlich sein werden. Für relevantere Abstimmungen gilt eine qualifizierte Mehrheit von 76% der Stimmen.
Die Beteiligungen an der Zentralgesellschaft teilen sich wie folgt auf: 38% durch CAJAMURCIA; 29% durch Caixa Penedès; 19% durch CajaGRANADA und 14% durch Sa Nostra. Ergänzend wurde eine 5-Jahresspanne zur Anpassung der Beteiligungsquoten beschlossen.
Im Falle von “SA NOSTRA”, vorausgesetzt die Sparkasse bessert ihre Zahlen und ihre Produktivität, könnte die Beteiligung um 6%, und somit auf 20% steigen. Sollten die Zahlen jedoch nicht positiv ausfallen, könnte dies einen Rückfall der ursprünglichen Beteiligungsquote um vier Prozentpunkte herbeiführen.
Entsprechend den vereinbarten Fristen wird das SIP-Verbundmodell voraussichtlich im September von den jeweiligen Generalversammlungen ratifiziert.
Im Nachfolgenden entnehmen Sie die niedergeschriebenen Erklärungen der vier Sparkassenpräsidenten anlässlich der Vertragsunterzeichnung:
Herr Fernando Alzamora Carbonell, Präsident von “SA NOSTRA”:
“Die Sparkassengruppe möchte deutlich machen, dass sie sich fest vorgenommen hat, auf dem ausgedehnten Gebiet des spanischen Mittelmeerbogens ihre Unterstützung an Unternehmen unbedingt zu verstärken. Darüber hinaus beabsichtigt sie die Kreditinvestition weiter zu fördern, um auf diesem Weg Arbeitsplätze zu schaffen und, in Konsequenz, der Wirtschaft des Landes einen Impuls zu geben.
Ich möchte die Bedeutung der Sparkassengruppe, die wir am heutigen Tag geschmiedet haben, besonders hervorheben, denn die autonomen Regionen, in denen unsere Sparkassen vertreten sind, erwirtschaften 70% des spanischen Bruttoinlandsprodukts. Das bedeutet somit, dass unsere Finanzinstitute mehr als 30 Millionen Bürgern finanzielle Deckung bieten könnten.
Gemeinsam können wir den autonomen Regionen, die sich entlang der östlichen Mittelmeerküste Spaniens erstrecken, eine wirkliche soziale und finanzielle Dimension bieten.
Aus diesen vielen Gründen, ist der heutige Tag ein Tag der Erfüllung dank des erzielten Abkommens. ”
Herr Carlos Egea Krauel, Präsident von CajaMurcia:
“Wir haben einen Vertrag abgeschlossen, um eine Sparkassengruppe ins Leben zu rufen, die auf der spanischen Finanzlandschaft eine herausragende Rolle spielen wird. Doch vor allem wird dieses Abkommen dank eines effizienten Managements ermöglichen, Unternehmen, Familien und auch öffentlichen Behörden nützlich zu sein und den jeweiligen Finanzierungsbedürfnissen zu entsprechen.
Zwischen den 4 unterzeichnenden Sparkassen, die auf ihren jeweiligen Märkten eine führende Stellung haben, herrscht eine Affinität und eine Loyalität die, da bin ich mir sicher, die gemeinsame Aufgabe, uns unserer Gesellschaft gegenüber nützlich zu erweisen, erleichtern wird.”
Herr Antonio Jara Andréu, Präsident von CajaGRANADA:
“Mit der Vertragsunterzeichnung tritt ein neues finanziell gepolstertes und solventes Geldinstitut in die Sparkassenlandschaft ein. Es besteht kein Zweifel daran, dass ein Konsortium mit einer derartigen Solvenz, den Forderungen der Standesrichtlinien, seine Liquidität und Effizienz weiter zu steigern, reibungslos entsprechen wird. Zugleich wird die angeborene Berufung der Sparkassen, ihren Regionen treu zu bleiben, weiter konsolidiert. Die Geschäftsgebiete dehnen sich immer weiter aus und dennoch läuft die Konkurrenz nicht auf kleinem Niveau. Vielmehr wächst man durch die Konkurrenz in der Expansionspolitik.
Andalusien wird den Mittelmeerbogen um eine Sparkasse bereichern, die über ein beachtliches finanzielle Potential verfügt, was für Kunden, Firmen, Unternehmer und Investitionen eindeutig seine Auswirkungen haben wird. Wir haben für die 5 Konvergenzjahre einen Kreditverkehr von etwa 16.000 Millionen Euro errechnet; zweifelsohne, sehr bedeutend für Andalusien. Unsere Gebietstreue bleibt bei unserem Einstieg in eine bedeutende, solvente Gruppe, die es uns ermöglichen wird, zu wachsen, ganz außer Frage.”
Josep Colomer Ràfols, Präsident der Caixa Penedès:
“Wir haben den ersten Stein für das führende Bankkonsortium im spanischen Mittelmeerbogen gelegt; eine Tatsache, die mich mit Freude erfüllt.
Diesem unternehmerischen Projekt stehen alle Wachstumschancen offen und das Netzwerk, das wir unserer Klientel bieten, wird bei einem Umfang von mehr als 4 Millionen Kunden zu den breitesten des spanischen Mittelmeerbogens zählen.
Nicht nur die Umsetzbarkeit und die Zukunft dieses Zusammenschlusses erfüllen mich mit Freude, sondern auch diese Verbundlösung, die es jeder einzelnen Sparkasse ermöglicht, weiterhin gebietstreu und mit ihren eigenen regionalen Führungsorganen operativ zu sein.
Unser Finanzinstitut behält seinen Gesellschaftssitz in Vilafranca, die Führungsorgane verbleiben in Katalonien und unsere Gewinne kommen über unser Soziales Werk weiterhin unserem nächsten Umfeld wieder zugute.”
Madrid, den 1. Juli 2010
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